Die Autopanne

 

Also in Rumänien gibt es immer wieder etwas zu erleben und auch eine Autofahrt

zur 98 Besichtigung einer der wunderschönen Maramureser Holzkirchen birgt ein unglaubliches Erlebnispotential.

 

Silvester 2006 verbrachten wir mit einigen Freunden in Rumänien, genauer gesagt in der Maramures.

Am Neujahrstag machten wir uns wieder auf Entdeckungsreise, denn tatsächlich gab es noch einige

Kirchen, Museen und Handwerksbetriebe,  die wir in den vergangenen 5 Tagen noch nicht besichtigt

 

Mein Mann, ich und unsere Freunde Hans und Christian fuhren hinter den anderen beiden Fahrzeugen her

als wir diese 3 schmucken Mädchen, vermutlich auf dem Weg zur Kirche zum Neujahrsgottesdienst, sahen.

 

 

Die Herzen der Männer schlug höher und auf einmal fiel uns ein,

dass wir noch einen schönen Rucksack zum Verschenken im Auto haben.

Es begann eine Debatte, wer den Rucksack überreicht und schon waren wir an den Mädels vorbei gesaust.

Schließlich bremste Thomas, mein Mann, legte  den Rückwärtsgang ein und ...es gab einen mächtigen Schlag.

 

 

 

 

 

Das Auto war einem "unbefestigten" Straßenrand zum Opfer gefallen.

 Zunächst herrschte 4 x Stille im Fahrgastraum und dann öffneten sich alle 4 Türen. Die " von der Fahrerseite" sprangen raus

und ich blickte zunächst in einen unendlich tiefen Abgrund.

 Es gelang mir diesen zu überwinden und konnte das Fahrzeug ebenfalls springend verlassen.

 

 

 

Da hing nun das Auto im Graben und während sich meine 3 Männer noch sammelten war schon der

erste Anwohner mit einem Brett erschienen.

Gemeinsam wurde der Schaden beguckt!

 

 

 

War es der laute Aufschlag oder eine besondere Schwingung die durch die Luft surrte?

Ich weiß es nicht!

Jedenfalls strömten im Minutentakt Männer mit Brettern und Holzstangen beladen die Unglücksstelle.

 

 

 

Die Mithilfe des Fahrzeugeigentümers und seiner Reisebegleiter war ab nun eigentlich gar nicht mehr sooo gewünscht.

Ich hatte mir schon längst ein sicheres Plätzchen im Straßengraben gesucht, um das Treiben aus respektvoller Entfernung beobachten zu können.

 

 

 

 

Irgendwie hatten die rumänischen Männer richtig Spaß und legten sich mit Feuereifer ins Zeug.

 

 

 

 

 

 

Und hatten auch, wahrscheinlich aus Erfahrung, auch eine tolle und unkomplizierte Idee, wie sie das Auto wieder auf den Boden bekommen.

 

 

 

 

An Ratschlägen mangelte es nicht und wer seine gute Jacke - für den Kirchgang aus dem Schrank geholte Jacke - trug,

 begnügte sich mit Hilfe durch Tipps und Daumendrücken.

 

 

 

 

Dieser Junge wurde von seiner Mutter vor die Wahl gestellt, entweder jetzt sofort mit in die Kirche zu kommen...oder eben da zu bleiben.

Es ist offensichtlich wie die Entscheidung ausfiel.

 

 

 

 

 

Mit vereinten Kräften wurde das hochgehebelte Auto auf die Straße gezogen. Hans und Thomas ...im Hintergrund...durften nicht mal mitziehen.

Christian durfte unter Aufsicht das Hebelbrett bedienen.

 

 

 

 

 

 

Klasse! So einfach geht das.

 

 

 

 

 

Wir Frauen hatten nun ausgiebig Gelegenheit den Männern für ihr Können bewundernde Blicke zu zuwerfen.

 

 

 

 

 

Und noch ehe wir Deutschen es so ganz richtig begriffen hatten was soeben passiert  war,

hatten sich unsere Helfer mit ihren Hilfsmitteln  schon wieder in alle Himmelsrichtungen und in  die Kirche verteilt!

 

 

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